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Das Verständnis von TREEEC – was bewiesen werden muss und was nicht

Auf meinen Blogbeitrag „TREEEC als Open Source“ hat sich eine kleine Diskussion zwischen Kommentatoren entsponnen. Die ist insofern ganz interessant und gibt mir Anlass, daraus einen eigenen Blogbeitrag zu machen und Stellung zu nehmen, weil die Kommentare bzw. die Kommentatoren alle einem Irrtum erliegen. Einem Irrtum im Verständnis von TREEEC. Wenn es aber um solch wichtige Verständnisfragen geht, muss ich mich dazu äußern und Irrtümer aufklären.

Die vollständigen Kommentare können Sie unter dem besagten Blogbeitrag in voller Länge lesen. Ich habe die wichtigsten Aussagen herausgenommen und nachfolgend zusammengefasst.

F: „Nur mit konkreten Projekten geht was weiter, wenn man die anfassen kann. Ich lasse mich überraschen.“

B: „Warum warten, was passiert. Als Unternehmer und Jemand der Herrn Kriegeskotte schon kennen gelernt hat sollten Sie nicht warten, sondern sich konkret fragen, wo kann ich TREEEC WORLD PROJEKT unterstützen und für mein Unternehmen daraus Gewinn schöpfen. … Ich bin immer für ein Gespräch bereit und vor allem für konkrete Aktionen!“

F: „Warum soll ich mich fragen, was ich tun kann? Ich habe genug zu tun. … TREEEC will für mich als Unternehmer etwas tun, damit ich „für mein Unternehmen daraus Gewinn schöpfen kann“, wie Sie sagen. Zeigen Sie mir konkret, was das ist und wie das geht. Was leistet TREEEC jetzt für mich? Wie verschafft mir TREEEC neue Märkte und neue Kunden? … Beweisen Sie es mir das an einem konkreten Beispiel. Ich nenne Ihnen eine unserer Tochterfirmen in Asien. Schicken Sie Ihre Leute dorthin. Bringen Sie mir mehr Geschäft. Können Sie das? … Aber stehlen Sie mir nicht die Zeit mit Versprechungen. Ich will Fakten, konkrete Aktionen und Resultate.“

D: „Das klang nach einer Einladung. Und die Idee ist hervorragend. Auf in die Bewährungsprobe für Treeec! Bringen Sie die asiatische Niederlassung des „Freigeistes“ auf Vordermann. Lassen Sie und Ihr Team diese immens große Chance nicht ungenutzt. Erfolgreich bestandene Bewährungsproben sind Werbung in eigener Sache!“

Bei „F“ handelt es sich um einen mittelständischen Unternehmer, den ich kenne, dessen Identität ich hier aber natürlich nicht offenlegen kann. Unschwer zu erkennen ist „B“ ein Mitarbeiter von TREEEC. Und „D“ schließlich ist ein „freier“ Kommentator.

Dass begrüßt wird, dass es mit konkreten Projekten weitergeht, die man anfassen kann und dass sich „F“ als Unternehmer überraschen lassen will, was kommt, zeigt, dass immerhin jemand TREEEC und seine Entwicklung beobachtet, der zu den bekanntesten mittelständischen Unternehmern in Deutschland gehört. Daraufhin schlägt „B“ als Mitarbeiter von TREEEC vor, dass sich Unternehmer „F“ engagieren und daraus Gewinn schöpfen soll. Er schlägt des Weiteren ein Gespräch mit ihm vor und erklärt seine Bereitschaft zu weiteren Aktionen. Und genau da fängt der Irrtum an. Ein Irrtum erst einmal, dem ein Mitarbeiter von TREEEC unterliegt. Was zeigt, das muss ich leider zugeben, dass er nicht ausreichend informiert und geschult ist und TREEEC auch nicht ganz verstanden hat. Asche über mein Haupt, ich bin schuldig. Aber es zeigt mir auch, und damit ist es lehrreich und hilfreich, worauf bei interner Information zusätzlich Wert gelegt werden muss, um TREEEC zu verstehen. Denn wenn das intern schon nicht funktioniert, wie soll das draußen werden.

Aber lassen Sie mich zu dem Irrtum unseres Mitarbeiters kommen. Es ist nicht die Aufgabe eines Unternehmers, TREEEC zu „unterstützen“, es sei denn, er ist Mitinitiator bei TREEEC. Aber das ist „F“ nicht und will er auch nicht werden. Er wartet vielmehr auf konkrete Projekte und Leistungen, die TREEEC ihm bieten kann. Seine Aufgabe ist es, sein Unternehmen zu führen und, natürlich, Gewinn zu machen. Wenn er, um TREEEC nutzen zu können, erst „konkrete Aktionen“ mitmachen soll, verplempert er seine wertvolle Zeit und kann die im Grunde besser in seinem Unternehmen oder zur Erholung auf dem Golfplatz investieren. Aber lösen wir uns auch von der Vorstellung, dass ein Unternehmer mit ein paar tausend Beschäftigten mit unserem Mitarbeiter überhaupt sprechen will und dann auch noch darüber, wie er selbst initiativ werden soll.

Zur Erinnerung, er will zuerst einmal konkrete Projekte sehen. Und Gespräche darüber, wie seine Firma bzw. seine Firmen Business Partner bei TREEEC werden können, so ihm denn das auch was bringt. was TREEEC zu beweisen hat, die finden sicher nicht mit ihm, sondern mit seinen verantwortlichen Mitarbeitern statt. Selbst wenn er sich die abschließende Entscheidung vorbehalten sollte. Bei diesen Gesprächen braucht es dann überzeugende Argumente von TREEEC und ein schon funktionierendes System. Sonst wartet er als Unternehmer eben, bis es soweit ist. Aber das ist in dem Falle schon was, um das nochmal zu sagen.

Aber jetzt weiter, jetzt komme ich zu dem Irrtum unseres Unternehmers. Die Fragen, was TREEEC leistet und wie ihm TREEEC neue Märkte und neue Kunden verschafft, sind vollkommen legitim. Das muss er verstehen, die Instrumente dafür kennenlernen und Vertrauen darin fassen, dass das nicht nur behauptet, sondern auch geleistet wird. Dann kann er, sicher auf Empfehlung seiner Leute, die er damit beauftragt hat, sich das darstellen zu lassen, die Entscheidung treffen, mit seinem Unternehmen Business Partner zu werden. Er sagt auch ganz richtig: „Aber stehlen Sie mir nicht die Zeit mit Versprechungen. Ich will Fakten, konkrete Aktionen und Resultate.“ Nur, er ist in einem Irrtum, wenn er glaubt, TREEEC müsse Leute zu einer seiner Tochterfirmen schicken, um der mehr Geschäft zu bringen, damit dadurch die Möglichkeiten und die Leistungsfähigkeit von TREEEC bewiesen werden. Es ist nicht die Aufgabe von TREEEC, als Handelsvertreter neue Kunden für die Business Partner aufzureißen. Dann wäre TREEEC selbst eine Handelsagentur. Und wenn die Tochterfirma beraten werden muss, wie sie etwas machen soll, um an mehr Aufträge zu kommen, braucht es Unternehmensberater, die das tun.

Die „Beispielfirma“ sitzt auch schon in Asien. Sie mag dort möglicherweise neu sein, aber sie ist schon auf dem dortigen Markt und der wird vorher eingehend sondiert und die dortige Präsenz vorbereitet gewesen sein. Wenn ich beispielsweise in Mumbai mit meiner Firma sitze, dann bin ich in Indien, aber das bedeutet noch nicht, dass ich auch in allen Regionen des Landes vertreten bin. Und dass ich nicht mehr Geschäft machen kann, wenn sich diese Regionen entwickeln und dort neue Kunden entstehen. Nach dem Modell von TREEEC helfe ich als Business Partner sogar mit, dass sich diese neuen Kunden entwickeln können. Und wenn ich tatsächlich dort beratende Unterstützung brauche, dann gibt es auch sachkundige Mitarbeiter unseres dortigen nationalen Systempartners und seiner regionalen Lizenznehmer und Repräsentanten, die der Tochterfirma von Herrn „F“ zur Verfügung stehen. Oder solche Unternehmensberater sind ebenso wie geeignete Handelsagenturen dort im Verbund von TREEEC und selbst Business Partner in dem System. Auf die kann und soll man ebenso zurückgreifen.

Es gibt nur ein klitzekleines Problem dabei. Wir haben von TREEEC zwar einen Repräsentanten in Indien, aber es gibt noch keinen nationalen Lizenznehmer und Systempartner, dass wir dort schon so weit wären, das machen zu können. Ich weiß nicht, ob die „Beispielfirma“ in Indien sitzt oder sonst wo in Asien, aber noch sind wir da überhaupt nicht oder nur da und dort mit Repräsentanten vertreten. Aber wie machen wir das denn, dass wir jetzt schon Unternehmen beiderseits sinnvoll einbinden können? Wie beweisen wir, was wir leisten können und welche Möglichkeiten wir einem Unternehmen bieten können? Und schließlich, wie sieht denn unsere Strategie aus, TREEEC auf andere Länder und Regionen auszudehnen?

Das geschieht in Verbindung mit Projekten, wie sie auf besagter Projektplattform, über die ich bei „TREEEC als Open Source“ gesprochen habe, im Großen und in den Einzelprojekten dargestellt werden sollen. Bei den integrierten Gesamtprojekten wie RES:Q oder PanTerre, zu denen ich mich noch detailliert äußern werde, werden von Anfang an leistungsfähige Unternehmen eingebunden. Da ist es darstellbar und da können wir beweisen, was TREEEC leisten kann und welchen Nutzen und Profit die Unternehmen daraus haben. Aber gerade große und marktführende Unternehmen müssen dabei als strategische Business Partner auch investieren, um dabei mitmachen zu können. Das bedeutet einen Beweis der Leistungsfähigkeit auf Gegenseitigkeit, Entwicklungsschritt um Entwicklungsschritt. Mit diesen Leitprojekten gehen wir in die Länder und Regionen. Um dann auch mit nationalen Systempartnern dort das ganze Land und die Regionen zu integrieren und alle Möglichkeiten zu entwickeln, die TREEEC für die Regionen, die Unternehmen und letztendlich die Menschen dort entwickeln will.

Deshalb müssen wir manchen Unternehmen, wie wohl dem von Herrn „F“, sagen, für euch sehen wir an dieser Stelle noch keine sinnvollen Möglichkeiten, euch zu integrieren. Aber beobachtet, was bei TREEEC geschieht, wir werden euch auch laufend Information geben, und wenn euch eines der Projekte und eine Teilnahme daran interessiert, dann lasst uns darüber sprechen, wie wir zusammenarbeiten und ihr in TREEEC als Business Partner integriert werden könnt. Und wenn Ihre besagte Tochterfirma tatsächlich zufälliger Weise in Mumbai sein sollte, Herr „F“, dann werde ich dort im Laufe des September vorbeischauen, einfach so, da bin ich zufälliger Weise dort. Ich weiß, dass Sie dort den Geschäftspartnern und Besuchern einen sehr guten Kaffee anbieten.

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2 Kommentiert

  1. blackeagle2

    „Einen Fehler machen ist bitter; bitterer noch ist aber die Erkenntnis, wie unwichtig wir sind, wenn es niemandem aufgefallen ist.“ Gut, das es jemanden aufgefallen ist.

    „Selbsterkenntnis ist der Anfang von Weisheit, die das Ende der Angst bedeutet.“
    Krishnamurti

  2. Profilbild von Tai Kriegeskotte

    Nun, Doktor G., stellen Sie Ihr Licht nicht unter den Scheffel. Ich weiß, was Sie leisten können.
    Ich weiß auch, dass Sie es gewohnt waren als Key Accounter bei Vorständen ein und aus zu gehen. Sie werden bei TREEEC genug Gelegenheit haben, Ihre Fähigkeiten und Ihre Erfahrung einzusetzen.