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Wenn TREEEC die Lösung für die griechischen Schulden hat

Nehmen wir einmal an, TREEEC würde die griechischen Schulden übernehmen. Oder besser andersherum formuliert, TREEEC würde die Forderungen gegen Griechenland übernehmen. Von den Gläubigern, also den Europartnern, EZB, IWF und wem immer, die die Finanzmittel gewährt haben. Eine Forderungsübernahme unter Zustimmung Griechenlands. Und der Bereitschaft bei Gläubigern wie bei Schuldner zu einem  „Deal“.  Dieser Deal sähe so aus, dass die Gläubigerländer im Gegenzug für ihre Forderungen Aktien der TREEEC Finanzgesellschaft erhalten. Diese Aktien sind natürlich nichts wert, wenn es sich nur um irgendwelche Anteile einer wertlosen Firma handelt. Aber wie wäre es, wenn Griechenland dafür TREEEC im Austausch gegen diese Forderungen Infrastruktur des Landes im entsprechenden Gegenwert überlässt? Straßen, Brücken, Wege, Stege, Gebäude… Dann wäre zunächst einmal ein realer Gegenwert vorhanden.

Nun, warum sollte Griechenland das machen? Dafür braucht es gute Argumente. Doch die gibt es. Weil einmal die Schulden für Griechenland auf einen Schlag weg wären und TREEEC sich zusätzlich verpflichten würde, diese Infrastruktur zu erhalten und neue zu bauen. Also dafür sorgen würde, dass das in bestem Zustand ist und das Land auch für die wirtschaftliche Entwicklung optimal erschlossen wird. Was hätten die Gläubigerländer davon? Die hätten mit den Aktien von TREEEC Anteile an einer Firma, die über entsprechende Werte verfügt, eben diese übereignete griechische Infrastruktur. Jetzt ist Infrastruktur aber in der Regel ein Kostenverursacher und benötigt weitere Investitionen zur Erhaltung und zur Neuerrichtung. Ohne Erträge kann ein Unternehmen aber keine Dividenden auf die Aktien ausschütten und vom Aktienkurs will ich gar nicht reden. Wäre das dann für die Gläubiger nicht vollkommen uninteressant?

Vielleicht doch nicht. Wenn man sich nämlich einmal anschaut, was TREEEC dafür erhält und was es damit macht. Das hängt eng damit zusammen, wie Geldschöpfung bei TREEEC für T:MONEY vorgenommen wird. Da jede Einheit von T:MONEY einem Gegenwert entsprechen muss, kann das auch durch die Infrastruktur einer Region oder eines Landes dargestellt werden, die TREEEC übertragen wird. Jede Einheit von T:MONEY ist gleichzeitig mit einer Aktie gekoppelt, die dafür ausgegeben wird. Die Gläubigerländer bekommen also für ihre Forderungen gegen Griechenland T:MONEY gutgeschrieben. Sie können sich dafür auch die zugehörigen Aktien aushändigen lassen. Diese Aktien werden an der Börse gehandelt.

Aber was geschieht mit dieser Aktie? Wie wird sie sich entwickeln? Bei einem Unternehmen, das nur Kosten hat und Verluste macht, stürzt eine solche Aktie doch bald in den Keller und wird vielleicht sogar vollkommen wertlos. Wie das bei herkömmlichen Unternehmen im herkömmlichen Finanzsystem der Fall ist. Aber das ist nicht so bei TREEEC. Denn mit der Infrastruktur erhält TREEEC auch die Möglichkeit, neue Investitionen vorzunehmen, Werte zu verbessern und damit zu erhöhen und neue zu schaffen. Also aufgrund neuer Werte auch neues Geld schöpfen zu können.

Aber keine Sorge, so blauäugig sind wir nicht, nur Kosten haben zu wollen. Der griechische Staat wird aus seinen Steuereinnahmen Anteile davon für die Nutzung dieser Infrastruktur abgeben müssen. Da es bei TREEEC keine Zinsen gibt und wir für die „Refinanzierung“ dementsprechend keine Zinsen aufwenden müssen, da dafür neues Geld geschöpft wird, ist das schon um einiges vorteilhafter als bei herkömmlichen Finanzierungen. Aber mehr noch, das Kapital muss überhaupt nicht zurückgezahlt werden, denn wir brauchen Werte, mit denen T:MONEY, das Geld von TREEEC, unterlegt wird. In dem Fall durch die Infrastruktur in Griechenland. Es geht also nur um Zahlungen, die den Kosten für den Erhalt dieser Werte entsprechen zuzüglich eines moderaten „Erfolgsanteils“ aus der Entwicklung bestimmter Steuern wie beispielsweise der Mineralölsteuer, der Körperschaftssteuer oder kommunal der Gewerbesteuer.

Natürlich werden nur Unternehmen mit Bau und die Erhaltung der Infrastruktur beauftragt, die Business Partner von TREEEC sind. Da braucht es keine öffentlichen Ausschreibungen, nur interne, denn dass wir die mit TREEEC verbundenen Firmen in Verbindung mit Eigentum von TREEEC  beauftragen, ist wohl keine Frage und kann niemand verbieten. Dadurch werden aber wiederum die Entwicklung und die Ertragslage dieser beauftragten Firmen positiv beeinflusst. Da TREEEC über die besondere Form der Finanzierung dieser Firmen an diesen und deren Ertrag beteiligt ist, fließt wiederum ein Teil davon an TREEEC zurück. Und übrigens auch wieder Steuern dieser Firmen an den Fiskus.

Die Konstruktion des neuen Geldes von TREEEC und des damit verbundenen Wirtschaftssystems erlaubt eine enge Zusammenarbeit nicht nur mit den als Business Partnern verbundenen Unternehmen, sondern auch mit der Öffentlichen Hand. Kommunal, regional und national. Die Erhaltung und Entwicklung der Infrastruktur ist dabei eine wichtige Grundlage für die Wirtschaftsentwicklung. Von der wirtschaftlichen Entwicklung profitiert aber ebenfalls wieder TREEEC, indem vorhandene Unternehmen in gut erschlossenen Regionen mehr Geschäft machen und sich neue ansiedeln. Dass die zu einem guten Teil Mitglieder bei TREEEC sind oder werden, ist bei den gebotenen Vorteilen keine Frage.

Die Aktie von TREEEC bildet somit einen soliden Wert auch an den herkömmlichen Börsen, da sie mit echten Werten hinterlegt, solide Erträge vorhanden sind  und Kurssteigerungen in herkömmlichen Währungen systembedingt sind. Es müssten nicht einmal Dividenden ausgeschüttet werden. Es ist eher das Problem, dass die herkömmlichen Währungen gegenüber T:MONEY zu schnell an Wert verlieren und deshalb der Kurs der Aktie zu schnell steigen könnte. TREEEC hat übrigens auch dafür eine Lösung. Im Falle des Zusammenbruchs der herkömmlichen Währungen oder ab einer gewissen Größe von TREEEC wird die zu T:MONEY zugehörige Aktie sowieso von den normalen Börsen entkoppelt und braucht auch keine Notierung dort mehr.

Es ist nicht im Sinne von TREEEC, und genauso wenig der vormaligen Gläubigerländer Griechenlands, dass alle Aktien mit einem Mal auf den Markt geworfen werden. Das hätte selbst bei noch so großer Werthaltigkeit und Ertragsaussicht einen negativen Effekt auf den Kurs und damit den Erlös für die Aktie. Aber es wird bei einer kontrollierten Veräußerung bei zweifellos vorhandenem großem Interesse von institutionellen Investoren mit längerfristigem Anlagehorizont und Sinn für solide Werte wesentlich schneller zu einer Rückführung des den Griechen ursprünglich geliehenen Kapitals kommen als bei einer Stundung der heutigen Schulden auf unendliche Zeiten und eines Schuldenschnitts noch dazu.

Das Modell, das TREEEC zu bieten hat, wäre jetzt schon sinnvoll und innerhalb kürzester Zeit auf die griechischen Schulden und die anderer Länder und Regionen anwendbar. Aber es dürfte noch etwas dauern, bis das überall verstanden wird. Zumal es ein frontaler Angriff auf das herkömmliche Finanzsystem ist, dessen Protagonisten sich heftig dagegen wehren dürften. Ich bin aber überzeugt, dass es dazu kommen wird, absehbar. Und dann werden die Gläubigerländer die Aktien von TREEEC gar nicht mehr veräußern wollen, sondern direkt mit T:MONEY zahlen. Ohne Frage, eine Vision. Eine Vision als vorweg genommene Realität.

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