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Über Kritik, Querulanz und T:MONEY

Über viele Dinge kann man gegensätzlicher und geteilter Meinung sein. Schlimm wäre es, wenn dem nicht so wäre. Wenn es um Finanz und Wirtschaft geht und überhaupt um die gegenwärtige Eurokrise brodelt es nur so, was die Meinungen anbelangt. Das geht von vollkommen emotionalen bis zu sehr sachlichen Äußerungen. Das Emotionale wie das Sachliche mögen von ihrem Standpunkt aus durchaus richtig sein und haben ihren Platz in der Meinungsvielfalt. Ich bemühe mich, kritisch aber konstruktiv zu sein, ohne dass ich auf das Emotionale ganz verzichten mag.

Was ich aber überhaupt nicht abkann, ist das nur Destruktive und noch mehr das Dummerhafte, das Faktisches negiert. Getoppt wird das noch von der Querulanz. Mir geht um es um Lösungsorientierung und nicht um das Schlechtreden, mögen die Probleme auch noch so groß sein. Ich reihe mich mit meiner Meinung lieber in die ein, die zur Lösung eines Problems beitragen, statt die Lösung zu erschweren. Zugegeben, manche Probleme lassen sich nur anpacken, wenn man mit dem Hammer drein schlägt. Aber nur Kaputtmachen bringt da auch nichts, man muss auch helfen, dass sich Neues und Besseres durchsetzen kann.

Aber bleiben wir einmal bei der Querulanz. Es gibt Meinungsbeiträge und Diskussionen besonders im Internet, da bin ich baff, welcher Schwachsinn da verbreitet wird. Es kann und soll meinetwegen sein, dass wir alle mitten in einer riesengroßen Weltverschwörung sind, die Außerirdischen schon unter uns leben und auch die Paralleluniversen sich von innen nach außen oder umgekehrt stülpen. Aber muss ich deshalb Leute beschimpfen, auch wenn ich sie vielleicht sogar für unfähig halte, die an der Spitze unseres Gemeinwesens stehen oder einfach nur nicht meine Meinung teilen?

Da schreiben Leute Briefe an die Bundeskanzlerin oder den Bundespräsidenten und regen sich darüber auf, wenn sie auf ihre verqueren Äußerungen und Unterstellungen keine oder bestenfalls eine belanglose Antwort erhalten. Wenn ich in so einer Bundesposition wäre, in die ich wohl kaum kommen werde, würde ich wohl ebenfalls gar nicht oder behutsam reagieren (lassen). Schließlich sind auch Querulanten Wähler. Aber vielleicht schreibe ich auch nur ganz groß quer über die Querele „Arschloch.“ Dann habe ich mich zum einen kritisch dazu geäußert, ich bin aber auch konstruktiv, denn ich gebe dem Querelenschreiber Gelegenheit, sein Urteil über mich bestätigt zu finden, noch mehr geifern und mich sogar wörtlich zitieren zu können.

Im Grunde habe ich nichts gegen Querulanten. Man darf sich nur nicht in eine Diskussion mit ihnen einlassen. Denn sie ziehen dich auf ihr Niveau runter, akzeptieren sowieso keine sachlichen Argumente, bleiben in ihren Vorurteilen gefangen und du selbst hast nur Frust als einzigen Zugewinn über so viel Voreingenommenheit und Dummheit. Querulanz in verschiedenen Graden der Ausprägung begegnet mir immer wieder, wenn über die Finanzkrise, alternative Währungssysteme und damit auch über TREEEC diskutiert wird. Mit manchen Leuten ist es sinnlos, so ein Gespräch zu führen. Sie lassen nur ihre eigenen Ansichten gelten, sind nicht bereit, ihre Irrtümer einzugestehen und sind auch noch beleidigt, wenn man dem von ihnen verbreiteten Nonsens und den unqualifizierten Schuldzuweisungen nicht zustimmt.

Wenn ich und wir von TREEEC mit T:MONEY ein neues Währungssystem als Teil eines größeren Konzeptes vorstellen, dann ist uns bewusst, dass es noch einiges im Praktischen zu lösen geben wird. Wir sind aber nicht verstockt und uneinsichtig, wenn wir darum diskutieren und nehmen kritisch-konstruktive Fragen gerne entgegen. Es geht nicht darum, mit aller Gewalt einen Standpunkt wider den gesunden Menschenverstand und besseres Wissen zu behaupten, sondern etwas sehr gutes noch besser zu machen.

Eines haben wir aber für uns selbst in dem damit verbundenen Lernprozess mitbekommen: es gibt derzeit kein besseres und praktikableres Konzept für ein wertbasiertes, nachhaltiges und dauerhaftes alternatives Geldsystem über Staatengrenzen hinaus als T:MONEY. Davon werden wir überzeugen müssen. Aber nicht die Querulanten, denn die sind unüberzeugbar, sondern vor allem diejenigen, die noch unkritisch dem bisherigen Wirtschafts- und Währungssystem gegenüber stehen.

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