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Kann man einem „Bad Boy“ überhaupt vertrauen?

In meinem Blogbeitrag „Ist ein alternatives Währungs- und Wirtschaftssystem überhaupt vorstellbar?“ hatte ich begonnen aus einer Mitteilung eines Lesers meines Blogs zu zitieren und einen Teil beantwortet. Aber es ging noch weiter:

„Sind Sie sich sicher, dass es Menschen nicht verunsichert, wenn Sie sich als Wirtschaftskrieger und vor allem als Bad Boy bezeichnen? Das es Sie nicht eher unseriös und nicht vertrauenserweckend erscheinen lässt?  In TREEEC steckt wahrscheinlich soooo viel Intelligenz, Sachverstand und wahrscheinlich auch Genialität. Nur wie überzeugt man davon die Öffentlichkeit, wenn man sich selbst als Bad Boy und …Krieger darstellt? Vielleicht habe ich auch eine andere Sicht, eine falsche. Aber vielleicht lohnt es sich auch, es einmal mit meinen Augen anzusehen und darüber nachzudenken.“

Dazu antworte ich, ich bin, der ich bin. Dass ich schon einiges an Aufs und Abs erlebt habe, auch schon richtig in die Scheiße gegriffen habe und zudem als investigativer Journalist zum Ziel von Leuten wurde, die nichts unversucht ließen, um mich zu verunglimpfen und aus dem Verkehr zu ziehen, passt nicht so wirklich, einen strahlenden schaumgeborenen Helden darzustellen. So etwas zu spielen ist sowieso nicht mein Ding. Wahrscheinlich gibt es sowieso mehr Leute, die mich ablehnen, als solche, die mich „lieben“. Aber ganz ohne Frage werde ich für meine Sach- und Fachkenntnis geschätzt. Oder eben auch gefürchtet.

Wenn ich hier in diesem Blog und überhaupt bei Auskünften zu TREEEC gleichsam „erste Adresse“ bin, das ist das dem Umstand geschuldet, dass ich zu einem guten und überwiegenden Teil TREEEC entwickelt und zu dem Punkt gebracht habe, an dem wir nun stehen. Jemand mit weniger Widerstandskraft und Durchhaltevermögen wäre wahrscheinlich schon längst den Hinterfotzigkeiten und Untergriffen zum Opfer gefallen und hätte längst die Segel gestrichen. Dazu kommt, dass ein gut Teil der Weiterentwicklung, die ein laufender Prozess bei TREEEC ist, durch mich erfolgt. Und nicht nur nicht schlecht ist, sondern sehr gut, wie mir Fachleute bestätigen, mit denen ich mich austausche.

Meine Aufgabe ist es, TREEEC so weit zu bringen, dass es meinetwegen von strahlenden Helden oder einfach nur guten und fähigen Mitinitiatoren und Partnern weiter und zum Erfolg geführt werden kann. Ich bin aber nicht so naiv zu glauben, dass alle nur darauf gewartet haben, alles Herkömmliche über Bord zu werfen und der Fahne von TREEEC zu folgen. Ich habe schon an anderer Stelle gesagt, das wird ein hartes Ringen. Das zu einem großen Teil nicht einmal im Vordergrund stattfindet, sondern verdeckt, im Schatten und im Hintergrund. Und dafür braucht man immer noch einen Bad Boy, der weiß, wie er TREEEC schützen und selbst, im Gegensatz zu möglichen Angreifern mit allen legalen Mitteln natürlich, angreifen kann.

Manchmal braucht man den Piraten, womit ich nicht die politische Gesinnung meine, der dafür sorgt, dass man sich schützen kann und der Gegner beschäftigt ist. Ich will mich nicht mit Sir Francis Drake auf eine Stufe stellen, aber der Mann war nichts anderes als ein Bad Boy, der als Pirat wesentlich dazu beigetragen hat, dass Britannien das wurde, was es war, eine Weltmacht. Seine Gegner hätten ihn am liebsten von der obersten Rahe baumeln lassen, zu Hause wurde er geschätzt und mit Ehren überhäuft.

Ich habe auch nicht vor, „die Öffentlichkeit“ von MIR zu überzeugen. Weder will ich zu irgendwas gewählt werden, noch strebe ich an, bewundert oder gar verehrt zu werden. Solches wäre mir nur unangenehm, wenn das fände ich auch unangemessen, wenn TREEEC den erhofften und erwarteten Erfolg hat. TREEEC an sich ist so überzeugend, nützlich und unverzichtbar, es spricht für sich selbst. Da kommt es überhaupt nicht darauf an, wer es mehr oder minder entwickelt oder mitentwickelt hat. Aber ich gebe zu, ohne die überzeugenden Leute, die für TREEEC stehen, geht es nicht. Eines haben wir jedenfalls schon erreicht, nämlich dass es kein „Generationenproblem“ bei TREEEC gibt. Ältere arbeiten gleichwertig mit Jüngeren zusammen und befruchten und motivieren einander.

Einer derjenigen, auf den ich viel Hoffnung setze, ist ein junger Mann, Student noch, der alle Anlagen mitbringt, TREEEC in die Zukunft zu führen. Heute werden Weltunternehmen von jungen Leuten gegründet und geführt. Er hat das Zeug dazu. Mit weiteren ebenso engagierten wie erfahrenen Mitstreitern an seiner Seite wird es gelingen, TREEEC zu dem zu machen, was es sein soll. Und immerhin ist da noch der Bad Boy und dessen Team, um den Weg frei zu machen und den Rücken frei zu halten.

Dieser besagte junge Mann hat schon Verantwortung bei TREEEC übernommen. Sein Name ist Daniel Buth, er studiert an der Universität Potsdam. Kaum einer seiner Kommilitonen wird wissen, womit er sich neben dem Studium noch beschäftigt. Aber er wird mehr und mehr in den Vordergrund treten, als Mr. TREEEC.

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4 Kommentiert

  1. Profilbild von Tai Kriegeskotte

    WEGEN DES UMZUGS DES BLOG VON BLOG.DE AUF UNSEREN EIGENEN SERVER SIND HIER DIE BISHERIGEN KOMMENTARE ZU DEN BETREFFENDEN BLOGBEITRÄGEN EINGEFÜGT:

    TaiKriegeskottes
    29.06.2015 @ 19:21:52

    Es ist nicht so, dass ich nicht nachvollziehen könnte, dass manche bei Begriffen wie „Bad Boy“ oder „Wirtschaftskrieger“ zurückschrecken könnten. Aber wen will ich bzw. wen will TREEEC denn erreichen? Die Ängstlichen, die Vorsichtigen, die vor Klartext Angst haben?

    Wenn TREEEC die Wirtschaftswelt verändern will, dann sind zuerst einmal Unternehmen und Unternehmer angesprochen. Die stehen jeden Tag im „Wirtschaftskrieg“, ob sie wollen oder nicht. Und wenn neue Märkte erschlossen werden sollen, auch wenn das mit aller Fairness und mit Verantwortungsbewusstsein geschieht, trifft man auf Widerstände. Auf Widerstand von Leuten, die nicht unbedingt gutwillig, sondern auch herausragend böswillig sind. Darauf ist TREEEC vorbereitet und muss sich auch noch mehr vorbereiten.

    In den ärmsten Ländern herrscht oft die größte Willkür und nackte Gewalt. Wie wollen wir diese Länder denn integrieren? Nur mit guten Worten? Und was ist mit den möglichen Business Partnern dort, den kleinen oder größeren Unternehmen, die sich uns anschließen? Sollen wir denen sagen, ist ja nicht so schlimm, wenn man euch den Schädel einschlägt? Oder ist es für die beruhigender zu wissen, da sind Leute, die zu kämpfen verstehen, die sie schützen wollen und schützen werden. Damit sie gemeinsam mit TREEEC für sich, ihre Region und die Menschen darin etwas aufbauen können, was Bestand hat.

    Es gibt noch ein viel schlimmeres Wort als Bad Boy oder Wirtschaftskrieger, das lautet „Verantwortung übernehmen“. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die meisten nicht dadurch abgeschreckt werden, dass sie es mit einem entschlossenen Menschen und Bad Boy zu tun haben, sondern dass sie Verantwortung übernehmen sollen. Um Himmels Willen, Verantwortung übernehmen bedeutet ja Arbeit, da muss ich ja was tun und mich engagieren; nein, das überlasse ich lieber den anderen, ich will nur die Vorteile, aber mich dafür einsetzen will ich mich nicht.

    Vielleicht ist es aber auch eine Beruhigung, dass ein Urgestein wie ich sein natürliches Ablaufdatum hat, auch bei TREEEC. Es werden mir andere folgen, die da eleganter in ihren Formulierungen sind. Aber ich kann nur hoffen, dass diese Eleganz nicht ihre Entschlossenheit beeinträchtigt, sich für andere einzusetzen. Und das nicht nur mit schönen Reden. Ich jedenfalls werde mich bemühen, meine Nachfolger einiges zu lehren, dass TREEEC im wahrsten Sinne des Wortes ein Bollwerk sein kann. Übrigens auch und gerade im Krisen- und Katastrophenfall. Nicht umsonst ist RES:Q ein integrierter Teil von TREEEC.

    Sommerlaune (Besucher)
    29.06.2015 @ 18:48:04

    Ich kann nachvollziehen, in welcher Funktion Sie an der Seite von TREEEC stehen, verstehe aber sehr wohl auch das mulmige Gefühl dessen, der diese Frage gestellt hat. In Ihrem beruflichen Zweig stehen Begriffe wie Bad Boy und …Krieger umgangssprachlich durchaus für einen seriösen Kampf zugunsten der guten Sache. Wahrscheinlich nicht nur für die gute Sache TREEEC sondern auch für weitere. In manch anderen Berufsgruppen und in anderen Lebensbereichen sind das Bezeichnungen, die eher zur Vorsicht mahnen und nicht für Seriosität sprechen. Ich arbeite seit Jahrzehnten in einer solchen und kann Ihnen sagen, wenn dort Bad Boys auftreten, dann sollten Ihnen sämtliche Antennen angehen. Wenn dort von Kriegern die Rede ist, dann denkt man eher sofort an irgendwelche Gruppierungen der unterschiedlichsten Art. Und ich glaube, ich bin damit nicht allein oder sogar sehr wahrscheinlich nicht. Deshalb wohl auch die Frage (n) bzw Hinweise an Sie, dass solche Bezeichnungen auch schnell mal etwas, was wahrscheinlich als geniales Konzept in den Startlöchern steht, die, die Sie damit erreichen wollen, mit gezogener Handbremse um Sie kreisen lässt, statt in Ihre Mitte zu treten. Bezeichnungen wie diese auch schnell mal falsch verstanden werden und den/diejenigen in eine falsche Schublade stecken. Auch die Guten dieser Welt sehen nicht immer mit den gleichen Augen. Zum Glück nicht, denn so können wir nur voneinander lernen.

    • Dummerchen

      @ Sommerlaune

      Ich glaube sicher, dass wenn von Wirtschaftskrieger die Rede ist, auch ein solcher gemeint ist. Weichgespültes haben wir alltäglich um uns.

      In der heutigen Zeit toben im Kleinen wie im Großen Kriege. Nicht jeder Krieg muss mit militärischen Mitteln geführt werden.
      Aus der Erfahrung heraus kann ich nur sagen, dass auch auf engstem Raum und in Branchen, in denen man es kaum vermuten mag, erbitterte Kriege geführt werden. Sie sind nur als solche nicht für jedermann offensichtlich.

      Also warum nicht Wirtschaftskrieger, wenn man ein solcher ist. Warum Namen für Dinge erfinden, nur um es anderen recht zu machen?

      Nicht die Weichgespülten und Mitläufer sind die, die uns in unserem Gedächtnis und in unseren Geschichtsbüchern hängen blieben! Nein die, die gegen den Strom schwammen, sind die, von denen wir heute lesen. Und es fragt heute niemand in die Vergangenheit hinein: Steckte er in einer falschen Schublade?

      Die Kategorien Gut oder Böse, Lieb oder Frech sind moralische Kriterien, die wir innerhalb unserer Gesellschaft zwar definieren, jedoch in einem Wirtschaftskrieg, egal auf welcher Ebene und egal welcher Größenordnung kaum von Belang sind.

      Das Dummerchen

      • Sommerlaune

        @Dummerchen

        Sicher wird nicht jeder Krieg mit militärischen Mitteln geführt. Und mir ist völlig klar, dass der Verfasser dieses Artikels dies weder vorhat noch hier ankündigen will.

        Es mag auch sein, dass Begriffe dieser Art in unserem Wirtschaftsalltag umgangssprachlich sind. Für mich als Nichtunternehmer haben sie (vor allem der Bad Boy) einen fahlen Beigeschmack. Und ich weiß nicht ob Wortspielereien, auch wenn sie positiv angedacht und Vertrauen schaffen sollen, bedeutsam gleich „wir kämpfen für Ihre wirtschaftliche Zukunft/eine starke Institution steht an Ihrer Seite etc“ auch Vertrauen schaffen. Und gerade Unternehmen, die nicht mit dem Goldsack gepudert sind, (bleiben wir beim Beispiel Griechenland) fällt es sicherlich schwer, nach herben Rückschlägen noch in etwas zu vertrauen. Denn versprochen wurde ihnen schon immer viel.
        Aber vielleicht ist es auch anders und Unternehmer haben, egal ob mit oder ohne Puder aus dem Goldsack, kein Schubladendenken und legen auch keine moralischen Eindrücke in die Waagschale, wenn es darum geht, ihr Unternehmen zu stabilisieren und nach oben zu bringen.

        Nur wie Sie selbst schreiben, definieren wir Begriffe wie Gut und Böse sehr wohl aber noch in unserer Gesellschaft und bilden uns eine Meinung, indem wir etwas wahrnehmen und in Schubladen sortieren. Und wenn ich es richtig verstanden habe, spricht TREEEC, wenn auch untergeordneter, auch den Einzelnen an und will ebenso hier eine Vertrauensbasis zur Mitwirkung/Mitarbeit schaffen.
        Dafür muss ich aber weder den Weichgespülten, noch das Arschloch (sorry!) geben um die Mitläufer abzuschrecken. Letztere hat man eh schnell durchschaut.

        Fazit:
        Man muss es nicht jedem Recht machen – das sollte man auch gar nicht wollen.
        Mir geht es auch nicht darum, wer hier mit welcher Definition Recht hat sondern darum, dass eine Idee wie TREEEC den Respekt und das Vertrauen erhält, den es verdient. Und das sie damit wachsen und groß werden kann, um so zu dem zu werden, was im Sinne des Erfinders dahinter steckt.
        Und daran sind wir doch alle interessiert!

        Und noch etwas zum Schluss (und das ist auch mein ganz eigenes Empfinden):
        Ich glaube nicht, dass der Verfasser dieses Artikels, der wohl seit der Stunde Null maßgeblich an der Entstehung und dem Aufbau von TREEEC beteiligt ist Wert darauf legt, einmal als großer Held im Zelt in unseren Geschichtsbüchern zu erscheinen ;o)

  2. Dummerchen

    @Sommerlaune

    @ Sommerlaune

    Vorangestellt sei das Zitat:
    „Ich glaube nicht, dass der Verfasser dieses Artikels, der wohl seit der Stunde Null maßgeblich an der Entstehung und dem Aufbau von TREEEC beteiligt ist Wert darauf legt, einmal als großer Held im Zelt in unseren Geschichtsbüchern zu erscheinen ;o)“

    Wer von denen wir heute lesen, ist mit der Intention an sein Werk gegangen: Ich möchte in den Geschichtsbüchern des 21.Jh. stehen.- Sicher keiner, denn sie haben wohl keinen Einfluss mehr darauf.

    Um nicht unterzugehen, ist jedes Unternehmen, egal welcher Größe und welchen Umfangs daran interessiert, weiter zu wachsen und Gewinne zu erwirtschaften, egal wie ich das Kinde jetzt nenne: gesunder Wettbewerb, unternehmerischer WettKAMPF oder eben auch WirtschaftsKRIEG.

    Treeec setzt in allem und in erster Linie auf Verantwortung, egal auf welcher Ebene , im Kleinen oder insbesondere im Großen.
    Verantwortung heißt in erster Linie Arbeit und wer das erkennt, wird auch Vertrauen in Treeec haben! Siehe hierzu auch die vorangegangenen Artikel des Autors.
    („… TREEEC, wenn auch untergeordneter, auch den Einzelnen an und will ebenso hier eine Vertrauensbasis zur Mitwirkung/Mitarbeit schaffen.)

    Dummerchen