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Ist ein alternatives Währungs- und Wirtschaftssystem überhaupt vorstellbar?

Es ist immer wieder erforderlich, dass ich mich zu grundsätzlichen Fragen ausführlicher äußere. Wenn man bei einer Initiative wie TREEEC nicht ständig bereit ist, Fragen konstruktiv aufzunehmen, kann das nichts werden. Intelligente Fragen zwingen zur Selbstreflektion und zu Antworten, die wohlüberlegt und verständlich sind. Kürzlich erhielt ich eine ganz interessante Nachricht, aus der ich zitieren und darauf antworten will.

Der Absender schrieb: „Für mich ist es kaum vorstellbar, dass es neben dem bestehenden Wirtschaftssystem und einer ebensolchen Währung beides noch in einer weiteren Form geben kann. Vor allem nicht, dass das überhaupt zugelassen wird, dass man da zuschaut. Der Häuptling, der in der größten Sandkiste sitzt, lässt sich doch nicht das goldene Förmchen abnehmen. Samt seinem Gefolge.“

Wir erleben gerade im Falle Griechenlands, wie die großen Häuptlinge der Euro-Mitgliedsstaaten und der Finanzinstitutionen mit den kleinen griechischen Häuptlingen um Währung, Schuldenzahlung und Reformen streiten. Wenn die nicht zu einer Einigung im letzten Moment kommen, ist Griechenland gezwungen, eine neue eigene Währung einzuführen. Möglicherweise sogar auch der EU aus zu treten. Dann entsteht da neben dem bestehenden Wirtschaftssystem der EU und dem Euro-Währungssystem eine neue Form. Natürlich, neu wird sie nicht sein, denn in der Grundkonstruktion wird es voraussichtlich wieder eine auf Zinsen basierte Währung ohne reale Wertabdeckung und ein Wirtschaftssystem wie gehabt sein.

Dabei hat Griechenland die historische Chance, einen Weg zu gehen, der in einem, wenn auch erst einmal nationalen, Ergebnis wie TREEEC münden könnte. Der griechische Finanzminister Janis Varoufakis macht sich da auch durchaus schon seit längerem seine Gedanken. Wenn man seinen Blog verfolgt, findet sich beispielsweise ein ganz interessanter Beitrag (auf Englisch):

http://yanisvaroufakis.eu/2014/02/15/bitcoin-a-flawed-currency-blueprint-with-a-potentially-useful-application-for-the-eurozone/

Er lässt sich dabei über Deflation aus und gibt ein interessantes Beispiel. Ein Beispiel aber, das sich auf eine Währung und Wirtschaft nach dem „alten Modell“ bezieht. Weiterhin beschreibt er die virtuelle Währung Bitcoin im Vergleich zum Euro und kritisiert, dass bei Bitcoin auch durch fehlende „monetary authorities“ in Zeiten von Deflation die Geldversorgung nicht ausgeweitet werden könne, während die Eurozone durch die Regeln der Europäischen Zentralbank gefesselt sei.

Um die Geldknappheit von Ländern wie Griechenland zu bekämpfen, entwirft Varoufakis eine neue Währung, die er „FT-Coin“ nennt. FT steht für „Future Taxes“, zukünftige Steuereinnahmen. Diese Parallelwährung ist an eben solche zukünftige Steuereinnahmen gekoppelt und gewährt das Recht, sie jederzeit zum Kaufpreis zurückzutauschen oder nach zwei Jahren einen höheren Einlösepreis zu erhalten. Es können auch Steuerschulden damit bezahlt werden. Während ihrer Laufzeit von zwei Jahren kann sie außerdem kostenfrei gehandelt werden. Allerdings solle nicht mehr als das Äquivalent von 10 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) staatlicherseits an FT-Coin begeben werden. Ihre technische Konstruktion könne ähnlich wie bei Bitcoin erfolgen.

Varoufakis führt die Vorteile weiter aus als eine Möglichkeit, außerhalb der Märkte für Staatsanleihen, ohne Banken und ohne die Restriktionen durch Brüssel eine Quelle für Liquidität zu schaffen. Weiterhin könne dadurch eine mit den Regeln der EU konforme Zufuhr von Euro erfolgen, die den sozial Schwächeren nutze und Mittel für zwingend erforderliche öffentliche Aufgaben schaffe. Dann könnten Steuerzahler auch ihre zukünftigen Steuern senken (da sie FT-Coin nach zwei Jahren mit dem höheren Rückkaufpreis für Steuerzahlungen nutzen können). Und schließlich sei das ein freies und vollkommen transparentes Zahlungssystem außerhalb des Bankensystems, das von jedem daran teilnehmenden Bürger beobachtet werden könne.

Zusammengefasst sieht der griechische Finanzminister Bitcoin als zu deflationär an, um eine Alternative zu Dollar oder Euro zu sein. Das Design von Bitcoin sei aber geeignet, um für die Mitglieder der Eurozone ein Euro-dominiertes elektronisches Zahlungssystem zu schaffen, um zumindest mittelfristig erstickenden deflationären Druck zu überwinden, der durch die Goldstandard-ähnliche (und auch Bitcoin-ähnliche) Konstruktion der Eurozone entstünde.

Es macht Laune, die Ausführungen von Janis Varoufakis zu lesen. Aber ich muss ihm zurufen: „Herr Varaoufakis, das ist zu kurz gedacht.“ Und mehr noch: „Bekämpfen Sie nicht das Feuer mit Benzin, suchen sie eine echte Lösung.“ Der griechische Minister ist trotz seines innovativen Ansatzes noch viel zu sehr in überkommenen Währungskonstruktionen verhaftet. Zu denen auch Deflation und Inflation statt Stabilität und Wertschaffung gehören.

Außerdem fordert er durch seine „FT-Coin“ das Vertrauen von Bürgern ein, die möglicherweise dem griechischen Staat nicht mehr genügend vertrauen, um an eine Einlösung nach zwei Jahren zu glauben. Einzig, dass ich damit meine Steuern zahlen kann und Geld spare, ist für ein Unternehmen sinnvoll. Aber schädlich für die Höhe der Steuereinnahmen des Staates. Ist aber der Bonus zwischen Kaufpreis und Einlösepreis zu gering, kauft keiner die FT-Coin. Da könnte es für viele kleine und mittlere griechische Unternehmen immer noch vorteilhafter sein, bei der dort bestehenden und weit verbreiteten Schatten- und Schwarzgeldwirtschaft zu bleiben.

Der größte Denkfehler besteht aber darin, dass FT-Coin nicht zu einer Währung heranwachsen kann, die den Euro irgendwann ersetzt. Dazu ist sie viel zu sehr an den Euro gebunden. Varoufakis hat den Beitrag in seinem Blog bereits im Februar 2014 geschrieben, also fast ein Jahr bevor er Finanzminister wurde. Damals konnte er sich noch „der reinen Lehre“ widmen. Die Realitäten in den Verhandlungen mit den Partnern der Eurozone und den Institutionen und die erfolgte Ernüchterung, müssen einen Mann wie ihn aber zum Weiterdenken veranlasst haben. Davon bin ich überzeugt. Aber die Sachzwänge als Minister und als gesamte griechische Regierung könnten wiederum verhindern, dass eine „große Lösung“ im Sinne eines Systems wie TREEEC unter dem gegenwärtigen Druck auch durch die eigene Bevölkerung und die Wähler in so kurzer Zeit überhaupt möglich ist.

Da will ich zum besseren Verständnis noch einmal kurz anreißen, warum TREEEC und T:MONEY (TM) ganz anders und viel besser sind und eine echte Lösung bieten. Die Geldschöpfung bei TREEEC findet nicht dadurch statt, dass irgendwelche Versprechen gegeben werden müssen, auch nicht auf zukünftige Steuerzahlungen, oder nur „Vertrauen“ eingefordert wird wie bei Dollar und Euro. Jeder Einheit von TM muss ein nachvollziehbarer und nachprüfbarer Wert entgegenstehen. Realwirtschaftswerte durch Beteiligungsfinanzierung von Unternehmen und Waren sowie Sachwerte durch Finanzierung von Immobilien, Wert haltigen Gütern – und auch von öffentlicher Infrastruktur.

Da es bei TM keine Zinsen gibt, besteht auch kein „Zinsdruck“ und keine verzweifelte Notwendigkeit wie bei den herkömmlichen Währungen, Zinsen zu erwirtschaften, selbst wenn die Wirtschafts- und Ertragslage das nicht hergibt. Vielmehr erhalten Geldanleger, zu denen auch die bisherigen „Sparer“ gehören werden, Anteile an den Erträgen der Unternehmen – auch staatlicher und solcher in Public-Private-Partnership, denen sie ihr Geld anvertrauen.

Bei herkömmlichen Währungen und im überkommenen Wirtschaftssystem muss ständig ein Wachstum vorhanden sein, an dem alles gemessen wird. Was aber mehr oder weniger ein Umsatzwachstum einschließlich Finanzgeschäften bedeutet statt eines qualitativen Wertewachstums. Bei TREEEC erfolgt das „Wachstum“, indem über regionale und nationalstaatliche Grenzen und auch über die Grenzen eines Währungsraumes hinaus gedacht und gehandelt wird. Indem auch Regionen und Menschen einbezogen werden, bei denen wirtschaftliche Steinzeit oder zumindest ein erheblicher Entwicklungsrückstand herrscht. Dadurch sind genügend neue Märkte vorhanden, in die investiert werden kann und die erschlossen werden können. „Entwicklungshilfe“ wird zu einem historischen Begriff werden. An seine Stelle tritt partnerschaftliche Wirtschaftsentwicklung oder, wie ich es nenne, „TREEEConomic Development“. Zusammengesetzt aus TREEEC und economic, wirtschaftlich, sowie verbunden mit Development, Entwicklung, bedeutet es die wirtschaftliche Entwicklung nach dem Modell von TREEEC. Da braucht man aber oft nicht einmal weit weg zu gehen, um entwicklungsfähige Regionen zu finden, die gibt es auch im eigenen Land.

Die nächsten 100 Jahre und noch länger ist so genug zu tun. Aber selbst wenn alle Regionen und Menschen an das System angeschlossen sind, funktioniert es, ohne weiter „wachsen“ zu müssen. Denn alleine schon der ständige Ersatzbedarf an Investitionsgütern, die Einführung neuer Verfahren und Güter, die Versorgung der Bevölkerung, aber auch die Erhaltung und Erneuerung der Infrastruktur, und was der Dinge mehr sind, all das ist die Grundlage für ein funktionierendes nicht auf Scheinwachstum fixiertes, sondern auf Werte gegründetes Wirtschaftssystem.

Aber bleiben wir im Nationalen und bei Griechenland. Das bisherige falsche Werteverständnis macht es mit den herkömmlichen Währungen und dem Finanzsystem unmöglich, Werte zu aktivieren und diese als reale Absicherung eben dieser Währung zu verwenden. Da alles Zinsen bringen muss, ist all das im Verständnis von Finanzinvestoren, die ja die Verschuldungspapiere der Staaten kaufen (müssen), nichts wert. Dazu kommt, dass die Geldschöpfung bei TREEEC gerade auch solche Werte braucht, die nicht kurzfristig „abgerechnet“ werden, sondern langen Bestand haben. Für TREEEC ist es besser, ein Unternehmen zahlt das Beteiligungskapital später oder gar nicht zurück und die Wertgrundlage für das damit geschöpfte TM bleibt mitsamt der Ertragsanteile aus dem Unternehmen (die unmittelbar an anderer Stelle wieder investiert werden) erhalten.

Das gilt aber auch für die Finanzierung von Werten, die auch und gerade ein Land wie Griechenland mit seinen Menschen, seinem historischen und kulturellen Erbe, seiner geografischen Lage und seiner Schönheit zu einem der wertvollsten Länder auf dieser Welt machen. Da bei TREEEC nicht Ertragsmaximierung, sondern Wertschaffung und Werterhaltung im Mittelpunkt stehen, muss und darf sogar nicht alles nur unter dem Ertragsgesichtspunkt stehen, es muss vielmehr ein Ausgleich erfolgen. Sonst wären wir bald wieder in einer so ungesunden und geradezu perversen Wachstumsspirale wie im herkömmlichen Wirtschafts- und Währungssystem. Deshalb ist es sinnvoll, nicht zu sparen, das widerspräche TREEEC vollkommen, sondern Instandsetzung und Ausbau von Infrastruktur ebenso wie den Aufbau der Wirtschaft in Griechenland zu finanzieren und damit Werte zu schaffen. Werte, die die Absicherung für T:MONEY bedeuten und es dafür erst „schöpfbar“ und verfügbar machen.

Durch diesen Aufbau erfolgt aber noch etwas, nämlich das Anwachsen der Steuereinnahmen des griechischen Staates. Diese Steuereinnahmen müssen natürlich auch zu einem guten Teil für die Erhaltung der neu aufgebauten Infrastruktur zu TREEEC und den verbundenen Business Partnern, die diese Erhaltung durchführen, zurückfließen. Dafür müsste es dann klare und rechtssichere Vereinbarungen geben. Aber quantitativ würden so viel mehr Steuern eingenommen, dass es dann auch um Steuersenkungen denn um Steuererhöhungen gehen müsste. Jedenfalls wäre es aber trotzdem und gerade unverzichtbar, da sind die Forderungen der EU keineswegs schlecht, Misswirtschaft, Günstlingswirtschaft und falsche Privilegien abzuschaffen.

Eines muss aber verhindert werden, nämlich dass die Erträge, die der griechische Staat im neuen System erwirtschaftet, in die Kassen der Repräsentanten des alten Finanzsystems fließen. Da müsste durchaus über einen Schuldenschnitt verhandelt werden. Beispielsweise nach dem Modell des „InvestmentsSwitching“ von TREEEC. Zinsen müssten dabei sämtlich gestrichen werden. Aber auch die institutionellen Anleger können die Wandlung mit vollziehen und wertebasiert, nachhaltig und ertrags- statt zinsenorientiert in das neue Griechenland investieren. Dadurch würden sie ihre herkömmlichen und möglicherweise bald „toxischen“ Euro und Dollar los werden.

Wir müssen dann auch nicht mehr von Inflation und Deflation reden. Das neue Wirtschafts- und Währungssystem des „Valorismus“ kennt sowas nicht mehr. Das Geld bleibt stabil und werthaltig und ob ich heute oder in 20 Jahren damit etwas erwerbe, ich zahle den gleichen Preis. Nein, vielleicht doch nicht den gleichen Pries, sondern sogar weniger, weil die Steuern darauf inzwischen gesunken sind. So eine „Steuerdeflation“, ist das aber nicht etwas, was wir uns nur wünschen können?!

Aber wo liegen (noch) die Probleme bei TREEEC. Zweifellos sehr entscheidend darin, dass TREEEC tatsächlich noch vollkommen „im Verborgenen“ ist und nicht so präsent, wie es sein müsste. Wie schreibt der oben schon zitierte Absender weiter? „Wie soll ich die ganze Ernsthaftigkeit sonst verstehen, die hinter TREEEC steckt. Und vor allem, wie soll man in etwas vertrauen können, was sich so im Verborgenen hält. Das wird doch auch nicht nur mir so gehen. Menschen müssen verstehen, sie brauchen ein ganzes Bild um zu vertrauen. Nicht nur Puzzleteile.“

TREEEC steht nach langer Entwicklung an einer Stelle, an der es sich voll entfalten könnte. Das eigentliche Problem stellen aber die fähigen Mitinitiatoren und Partner dar, die noch hinzutreten müssen, um das alles in seiner Komplexität und Durchdachtheit bewältigen zu können. Zu viel Zeit und Energie wurde auf Leute verwendet, die entweder nicht den Willen – oder nicht den Horizont und schon gar nicht den Enthusiasmus – hatten, der hierbei vonnöten ist. Außerdem braucht es Unterstützer, die erkennen, was diese Initiative bedeuten kann, auch für ihre eigenen wirtschaftlichen Ambitionen. Meine Aufgabe ist es, den Staffelstab solange zu tragen, bis er von fähigen und überzeugten Mitstreitern übernommen werden kann. Dann werde ich zurückbleiben und mir das „gelobte Land“ von ferne anschauen. Nun ja, wenn dann doch nicht noch ein „Bad Boy“ gebraucht wird, der die etwas robusteren Aufgaben übernehmen muss.

Ich bin sogar überzeugt, dass wir Griechenland auf der Stelle eine Blaupause liefern könnten, um nicht nur einen Ausweg aus der derzeitigen Krise und der festgefahrenen Lage mit der EU zu finden, sondern sich auch zum Vorreiter und damit zur strahlenden Führungsnation für ein neues Wirtschafts- und Währungssystem aufzuschwingen. Die derzeitigen Regierungsparteien und ihre Repräsentanten scheinen mir dazu in der Lage. Aber auch die anderen würden sehr bald die Vorteile erkennen, sie müssten ebenfalls einbezogen werden und konstruktiv dazu beitragen, ihr Land ganz nach vorne zu bringen. Das Land, das die Wiege der Demokratie ist, könnte auch zur Wiege für die neue Wirtschaft und die neue Welt werden. Nicht umsonst ist die Sonne von Vergina, das Symbol Alexanders des Großen und ganz Griechenlands, mit TREEEC verbunden und auf dem Währungslogo von T:MONEY erkennbar abgebildet.

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2 Kommentiert

  1. Profilbild von Tai Kriegeskotte

    WEGEN DES UMZUGS DES BLOG VON BLOG.DE AUF UNSEREN EIGENEN SERVER SIND HIER DIE BISHERIGEN KOMMENTARE ZU DEN BETREFFENDEN BLOGBEITRÄGEN EINGEFÜGT:

    TaiKriegeskotte
    29.06.2015 @ 16:27:59

    In der jetzigen Situation wird es schwer bis unmöglich sein, offiziellen Stellen irgendwas begreiflich zu machen. Die werden so in Stress und Hektik verfangen sein und unter so einem Zeitdruck stehen, dass da nichts geht. Aber machen wir uns keine Illusionen, TREEEC hat nur dann eine Chance, wenn es quasi „daneben“ wächst.

    Es geht auch gar nicht (nur) um die Gedankenwelt, sondern um den praktischen Nutzen für die, die in erster Linie Vorteile durch TREEEC haben. Und das sind vor allem Unternehmen, die aus der Kreditklemme herauskommen wollen, nicht mehr durch Zinsen belastet sind und neue Märkte erschließen können. Die griechischen Unternehmen sind an erster Stelle reif für TREEEC. Aber geht es Firmen in anderen Ländern so viel besser? Die Unternehmen und die Wirtschaft ziehen letztendlich den Karren, auf dem wir alle sitzen.

    Wer meinen Blog und ältere Beiträge verfolgt, findet einiges mehr über TREEEC. ich empfehle aber auch einen Blick auf die Webseite http://www.treeec.de . Die ist in Überarbeitung bzw. noch im Bau, gibt aber schon einen ersten Überblick über Sinn und Funktion.

    Übrigens, TREEEC vertritt nicht einen europäischen, sondern einen globalen Gedanken. Trotzdem, die Sonne von Vergina als Symbol hat einen ur-europäischen Ursprung.

    Preußin (Besucher)
    28.06.2015 @ 21:42:29

    großartige Ideen.Aber wer macht dem griechíschen Volk verständlich, dass genau dort ,bei TREEEC, seine einmalige historische Chance liegt, Vorreiter für den europäischen Gedanken zu sein. TREEEC und seine Gedankenwelt ist weitesgehend unbekannt. Ist es wirklich für jedermann offen oder nur für eine elitäre Klasse? Ich habe da als „Ottonormalbürger“ meine Zweifel. Die Welt bedarf ohne Zweifel eine völlig neue Ordnung. Kann TREEEC ihr gerecht werden? Dann muss der Gedanke von TREEEC „alltagstauglich“ werden.

  2. Dummerchen

    @Preußin

    Wie soll ein Währung-und Wirtschaftssystem denn bitte funktionieren, ohne das Mittun des „Ottonormalbürgers“? Und wo bitte steht, ggf. in den Statuten von Treeec oder sonst irgendwo, wer „rein darf und wer draußen bleibt“?
    Als aufmerksamer Leser sollte Ihnen nicht entgangen sein, dass der Autor sich bereits auch zum Thema, für wen Treeec offen ist oder auch nicht, in einem der vorherigen Beiträge geäussert hat (siehe hier: „Was Bordellbesuche demonstrieren können“)

    Treeec ist alltagstauglich! Auch das sollte demjenigen klar sein, der sich aufmerksam damit beschäftigt hat. Denn er schließt niemanden per se aus, und hat für viele Dinge Lösungen parat.

    Es ist ein Leichtes, auch in jeder Suppe ein Haar finden zu wollen und dass zu einem Haarschopf werden zu lassen. Schwieriger ist es jedoch, an einer Sache, die in mancher Hinsicht sicher auch für den Einzelnen unbequem und mit Arbeit bzw. Verantwortung zu tun hat, mitzuwirken.

    Treeec wäre sicher auch für Griechenland eine ambitionierte Lösung. Denn Treeec hat, gegenüber allen Plagiaten, einen entscheidenden Vorteil, es ist global „einsetzbar“.

    Das Dummerchen